Asyl und Kinder – Chancen früh ermöglichen

Der Arbeitskreis Asyl hatte einen umfangreichen Fragekatalog zum Thema „Asyl“ geschickt. Hier mein wichtigstes Anliegen: Kindern und Jugendlichen so früh wie möglich alle Chancen zu ermöglichen.

Das Foto zeigt Luftballons, die in den Himmel aufstreben.
Chancen für Flüchtlingskinder durch frühe Integration

Kinder und Jugendliche besonders im Blick

Mir ist insbesondere der Punkt wichtig, wie sich die Situation der Flüchtlingskinder und -jugendlichen gestalten lässt, so dass die Chancen auf eine schnelle Integration sofort genutzt werden können. Dazu braucht es zunächst Datenmaterial – und die Sensibilität des Fachbereiches und der Politik. Bisher ist dazu nichts erkennbar.

Hier nun die konkrete Frage des AK Asyl:

Frage 8: Mit Blick auf Flüchtlingskinder und -jugendliche:
Was muss Ihrer Meinung nach ein Konzept für Kinder und Jugendliche enthalten, damit sie von Anfang an in Gütersloh gute Startbedingungen haben? Welche Auswirkungen müsste Ihrer Meinung nach das Konzept auf Kindergärten und Schulen haben?

Ein Konzept für Kinder und Jugendliche muss in erster Linie von allen Beteiligten entwickelt und getragen werden, die mit der Materie vertraut sind. Es kann nicht „von oben herab“ oder vom „grünen Tisch“ aus verordnet werden. Also müssen auch Kindergärten und Schulen mit am Tisch sitzen.

Im Zentrum müssen die Kinder stehen: Was brauchen sie am dringendsten und wie kann man das gewährleisten. Sind hier besondere Bedarfe zu berücksichtigen, etwa für traumatisierte Kinder. Wie kann man die Eltern der Kinder mit einbeziehen, so dass gleichzeitig auch Sozialkontakte entstehen können, die auf eine langfristige Integration hinführen?

Was zu vermeiden ist: die Kinder zentral unterzubringen und einer Schule oder einem Kindergarten die gesamte Aufgabe stellen, weil diese angeblich besonders geeignet sei. Das bezweifele ich.

Auch die Sozialraumgemeinschaften müssten mit ins Boot. Quartiersscharf könnten dann so konkrete Angebote geschaffen werden, die auch die Freizeit und den Alltag der Kinder im Blick haben.

Insgesamt sehe ich diesen Punkt als einen der dringendsten an, den es in der Stadt Gütersloh in den Blick zu nehmen und zu lösen gilt. Kinder und Jugendliche bedeuten Zukunft. Und wir sind aufgerufen, ihnen überhaupt eine solche Zukunft zu ermöglichen.

Die insgesamt neun Fragen und meine Antworten vom 6.8.2015 habe ich auf meinem Kommunalblog „Blickpunkt aus Gütersloh“ in voller Länge gepostet.

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