Hackday #ODDMO18 – immer die Nase vorn!

Der 4. Hackday Moers #ODDMO18 findet statt am 17. und 18. März 2018 – traditionell im Ratssaal in Moers.

Moers ist bekannt dafür, die Nase vorn zu haben, wenn es um eine moderne Stadt geht, die Digitales nicht nur auf den Lippen führt, sondern auch lebt. Claus Arndt als kommunaler Vorreiter ist mittlerweile deutschlandweit ein Sinnbild für digitale Innovation. Was Estland für die Bundesebene ist, sind Moers und Claus Arndt für die Kommune. Hört sich nach Honig ums Maul an? Keinesfalls. Wer so lange gebetsmühlenartig predigt, dass Kommunen sich für digitale Entwicklungen öffnen müssen, um Demokratie und Teilhabe zu stärken, weiß die Erfolge aus Moers ganz besonders zu schätzen. Ein großes Lob geht daher auch an den Bürgermeister Christoph Fleischhauer, der es verstanden hat, Innovation und Führung meisterhaft gewinnbringend für das Gemeinwohl einer Stadt zu verbinden.

Ich freue mich, dass ich am 16. März den schon traditionellen Wirtschaftstalk im Rahmen des Hackday moderieren darf. Thema ist:

Civic&Tech – Sensoren, Smartness und Wir – modernes Gespann für eine gemeinwohlorientierte Zukunft.

Hier die Ankündigung und die Besetzung des Panels, das wir gewinnen konnten, worüber ich mich sehr freue:

Wir erleben einen Epochenwandel. Die Welt vernetzt sich. Menschen kommunizieren und interagieren. Und nicht nur sie. Immer mehr Dinge vernetzen sich, sie senden, empfangen, erzeugen Daten und einen Mehrwert aus ihrem smarten Können: Straßenlaternen leuchten nur dann, wenn Menschen Licht brauchen – so wird Energie gespart. Sensoren im öffentlichen Raum nehmen Daten auf und verarbeiten sie: So entstehen Muster, wird etwa Luftverschmutzung visualisierbar und erzeugt politische Entscheidungskraft für eine nachhaltige Umwelt. Der öffentliche Raum wird smart und steuert zunehmend unser Alltagsleben. Viele dieser Anwendungen und Ideen stammen aus der Feder der Zivilgesellschaft: Civic Tech steht für technische Konzepte, die aus dem Zusammenwirken der Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und auch Initiativen entstehen und auf das Gemeinwohl fokussieren. Im Zentrum stehen Kommunikationsplattformen, die die öffentliche Infrastruktur verbessern sowie Innovationen, die dem Allgemeinwohl dienen. Die bekanntesten Anwendungen sind die Visualisierung öffentlicher Haushaltsdaten oder auch Freifunk und die LoRaWan Netze.

Von Civic Tech ist auch dann die Rede, wenn diese Anwendungen den Bürgern dienen: die Daseinsvorsorge für alle verbessern, Teilhabe sichern und die Nutzer im Umgang mit Digitalem befähigen und partizipatorische Prozesse eröffnen. Kern des Civic Tech ist eine Kultur der Offenheit und Partizipation. Ihre DNA ist dem Wohle aller verpflichtet Civic Tech kann eine tragende Säule sein, um eine zukunftsfähige Gesellschaft zu gestalten, die ihre Kraft und Innovationsfähigkeit aus einem Geist der Offenheit und Selbstverantwortung schöpft. Diese Gesellschaft lädt zum Mitmachen ein; sie setzt auf Kooperation und gesellschaftlichen Ausgleich. Welche Weichen müssen wir stellen, wenn CivicTech breite Wirkung erzielen soll für ein Mehr an Demokratie, ein Mehr an Offenheit in Politik und Verwaltung? Wie bringt die Kombination von Civic und Tech mehr Effizienz in die Verwaltungen, wie trägt es zu einer besseren Kommunikation zwischen Staat und Bürgern bei – und schließlich führt diese Kombination zu neuen Formen der Partizipation und Kooperationen?

Wir diskutieren drüber mit:

Alice Wiegand, ist Projektleitern Open Data der Stadt Düsseldorf, ist im Kuratorium der Wikimedia Foundation und Vorstand Freifunk Rheinland aktiv. @Lyzzy

Damian Paderta, ist Webgeograph und selbständiger Digitalberater. Als Mitbegründer des Instituts Offene Kommunen.NRW ist er seit vielen Jahren unterwegs in Sachen Open Government und Civic Tech. @paderta

N.N. , Industrie und Internet of Things

Moderation: Dr. Anke Knopp, ist Bloggerin, Autorin und Mitbegründerin von OffeneKommunen.NRW, kommt aus der Bürgerbewegungsecke. @nowanda1

Wann? Freitag, 16. März 2018, 18 – 19.30 Uhr,

Wo? Rittersaal des Moerser Schlosses

 

2 Kommentare Füge deinen hinzu
  1. Im Zusammenhang mit dem Thema CivicTech würde es mich interessieren, auch einen kritischen Gedanken zu diskutieren. Nämlich den, inwiefern CivicTech seiner Position als eigenständiger „Akteur“ enthoben und eigentlich dafür benutzt wird, Staatsversagen auszugleichen (zugespitzte Formulierung).

    Das fände ich sehr spannend, denn ich finde es wichtig, dass die Zivilgesellschaft und das bürgerschaftliche Engagement als ein eigenständiger Akteur im kommunalen Umfeld angesehen werden und nicht deswegen lieb und recht sind, weil sie die (Versorgungs-)Lücken schließen, für die es eigentlich eine kommunale/staatliche Verpflichtung gibt.

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