Politiker setzen Familienfreundlichkeit aufs Spiel

Geht es um die Familienfreundlichkeit in Gütersloh, ist Bildung zentral. Zur Zeit wird diese von allen Fraktionen im Rat aufs Spiel gesetzt.

Radevormwald Das Foto ist nicht in GT entstanden.

Eine grundschulübergreifende Elterninitiative formuliert Kritik an den Grundschulen. Sie beanstanden ganz richtig mangelnde Sauberkeit, drangvolle Enge, Qualitätsmängel im Offenen Ganztag (OGS) und das Verschlafen der digitalen Ausrüstung. Diese Initiative ist zu begrüßen.

Probleme reichen tiefer

Die Probleme reichen aber noch weiter: Die derzeitige Verteilung von Zugängen und Betreuungsplätzen in den Schulen setzt die Vereinbarkeit von Schule und Familie für viele Familien außer Kraft. Die städtische Planung geht an den Bedarfen der Eltern vorbei. Die im Schulentwicklungsplan prognostizierten Schülerzahlen insbesondere für die OGS weichen eklatant ab  – der Bedarf an Betreuung ist größer als das Angebot. Dieser Trend eines größeren Bedarfs war lange erkennbar. In Gütersloh wurde das offenbar nicht ernst genommen – oder aber politisch abgelehnt, weil ein anderes Familienbild gewollt ist: Die Mutter am Herd. 

(…)

Viele dieser grundsätzlichen Fragen werden von der Politik nicht angesprochen. Schule hat sich sehr stark verändert. Die Vermessung im Schulentwicklungsplan aber ist unverändert und unflexibel geblieben. Verweigert die Politik weiterhin eine Diskussion über die künftige Ausrichtung insbesondere der Grundschulen, verspielt sie die Familienfreundlichkeit der Stadt schon in den frühen Jahren der Kinder. Von fehlender Chancengerechtigkeit ist dabei noch gar nicht die Rede. 

Die Langfassung der Pressemitteilung findet sich in meinem Blog Blickpunkt aus Gütersloh – also hier. 

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