Real und virtuell im öffentlichen Raum

Digitalisierung verändert auch unser Straßenbild. Mehr und mehr Bewegtbilder finden sich im öffentlichen Raum wieder. Hier eine kleine Kostprobe der neuen Werbetafeln im Bielefelder Raum, genauer im Industriegebiet, welches täglich mehrere tausend Menschen passieren.

Nicht nur Werbung wird via Bildschirm dauerbeschallt  –  sondern auch Nachrichten, geliefert von der @NW (neue Westfälische Zeitung) und Statistiken, etwa von @Statista, wieviele Kilometer lang das Kanalnetz in Bielefeld ist.

 

Der öffentliche Raum wird zum digitalen Hotspot mit einem sich stetig ausweitenden Angebot an Informationen. Unsere Städte verändern sich. Erste Vorboten für eine Digitalisierung der kommunalen Infrastruktur. (Wobei hierfür ausreichendes Netz vorhanden sein muss sowie künftig auch Speicher für ein hohes Aufkommen an Daten durch vernetzte Dinge, IOT. – Bisher ist das Fehlanzeige.)

 

Vorne eine Würstchenbude, dahinter digitale Welt mit Bewegtbild im öffentlichen Raum.

Altes und Neues im Stadtbild

Zudem hinzu kommt: Mit der Technik von VirtuellerReality und AugmentedReality, die wir alle in unseren Smartphones und vielleicht auch demnächst Brillen dabei haben, wird Digitalisierung zur Normalität. Die Immersion ist Alltag, virtuell und reale Welt verschmelzen.

 

Das Foto zeigt eine VR Brille auf der Fashion Tech in Berlin bei der rpTEN

Immersion hält Einzug

Wir sind längst auf dem Weg in eine sich grundlegend veränderte Welt ins Reich der Null und Einsen. Es gilt, dieses unbekannte #Neuland auch politisch zu gestalten und nicht nur den Marktkräfte zu überlassen. Digitalisierung ist eine höchst politische Angelegenheit – dies gilt insbesondere dann, wenn wir über Inftrastrukturen reden, die der Allgemeinheit gehören. Nachholende Gesetze oder Einhegungen durch die Politik sind nicht mehr durchzusetzen, wenn sich erst Gewohnheiten und Realitäten ergeben haben. Bestes Beispiel sind die Social Media, in denen kraftlose Rückwärtsruderbewegungen seitens der Politik in Form von Gesetzen zu Hasskommentaren etc. stets nur noch als reaktionär wahrgenommen werden, nicht aber den Eindruck vermitteln als könnten sie noch gestalten. Es ist dringend notwendig, dass vor allem kommunale Entscheider schnell im Boot sind, wenn es um die konkrete Ausgestaltung der Digitalisierung vor Ort geht. Es berührt mittlerweile mehr denn je ihre Domäne: Politik betrieben als vorausschauende Daseinsvorsorge. Wir brauchen mehr digitale Kompetenz in den Rathäusern und Reihen der Kommunalpolitik. Bisher ist das zu wenig erkennbar.

Das Foto zeigt die Figur aus Metropolis.

Neue Welt

VHS als Tor zur Digitalisierung

Die VHS Osnabrück nimmt vorbildhaft die Stadtgesellschaft mit, wenn es um Digitalisierung geht. Sie hat in diesem Semester das große und umfängliche Thema Arbeit 4.0 auf die Agenda gesetzt und informiert zu diesen Themen rund um die Veränderung der Arbeitswelt bis hin auch zur digitalen Stadtentwicklung.

Gestern war ich Referentin zum Thema „Smart City – wie Digitalisierung unsere Städte verändert.“ Vielen Dank für die Gelegenheit, dort zu sprechen. Auch für die sehr anregende Diskussion.

Das Foto zeigt die VHS Osnabrück.

VHS Osnabrück goes Digital

Hier ist eines der Charts, welches ich gestern vorgestellt habe. Ein Teilaspekt von Smart City ist die Immersion. Dabei geht es um die Verknüpfung von virtueller und physischen Realität im Stadtraum. Informationen sind nicht nur in immer größerem Umfang verfügbar – sie finden sich auch mehr und mehr im realen Stadtraum verankert.

Digitale Anwendungen in dem Bereich werden zunehmend auch in der Geschäftswelt genutzt, um Daten neu zu nutzen: Kundenverhalten, Kundenwünsche, Kundeninformation. Warum dann nicht auch in der zivilen Nutzung von Stadt als öffentlichem Raum einsetzen?

Schönes Beispiel für den Einsatz neuer Technik ist etwa das Projekt Guide4Blind aus dem Kreis Soest – ein Blindennavigationstool, welches mit unterschiedlichen Ansätzen Sehbehinderte und Blinde anspricht, um touristische Angebote wahrnehmen zu können. Diese Idee lässt sich aber auch übertragen in die Welt der Sehenden, deren Wahrnehmung durch Augmented Reality erweitert werden kann. Etwa durch virtuelle Stadtrundgänge. 

Wohl schönstes Beispiel für dieses Verschmelzen zwischen realer und virtueller Welt ist „Pokemon Go“. Dazu hatte ich hier bereits gebloggt.

Das Foto zeigt ein Chart zur Immersion.

Verschmelzung