2018: Glasfaser, Glasfaser, Glasfaser!

UPDATE: Heute geistert diese Grafik von Statista durchs Netz. Man muss die Grafik ausklappen, um Deutschland zu finden!

Statistik: Anteil von Glasfaseranschlüssen an allen stationären Breitbandanschlüssen in den Ländern der OECD im Dezember 2016 | Statista
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Zum Jahresanfang 2018 ein frommer Wunsch: Bitte (legt) schnelles Glasfaser in ganz Deutschland! Vor allem im ländlichen Raum. Selbst die geschäftsführende Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bemerkte treffend: „Die Welt wartet nicht auf Deutschland.“ – Ich möchte hinzufügen: „…doch, vielleicht, wenn Deutsche via Skype an internationalen Konferenzen teilnehmen und das Bild ständig ruckelt oder einfriert.“

Deutschland hinkt mit der Breitbandversorgung hinterher. Platz 25 wird mit durchschnittlich 15 mbit Geschwindigkeit belegt. Dass Deutschland eine Schnecke ist, weiß mittlerweile jeder.

Mit dieser desolaten Bandbreite sieht es düster aus mit dem Dableiben etwa im ländlichen Raum. Deutschland braucht eine digitale Infrastruktur, die gleichwertig zu betrachten ist wie Strom, Gas und Wasser.

Vorsicht walten muss dabei, dass die Versprechen von „möglicher“ Bandbreite zu unterscheiden ist von „tatsächlicher“ Bandbreite. Nicht selten werden 16, 50 oder 100 angeboten – aber sie kommen nicht an. Oder sie sind gar nicht verfügbar – ohne Anbieterwechsel. Angeblich hätte ich bereits seit Monaten die Vorleistungsprodukte der Telekom bei meinem heimischen Carrier beziehen können – aber der Magentaanbieter hat sich mehr als ein ganzes Jahr geziert! Das ist längst massive Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Nutzer. Von dem Irrsinn, dass Glasfaser lediglich marktgetrieben verlegt wird, mag ich hier gar nicht mehr schreiben.

Alle meine Bemühungen, ein Quartier wie meines, eher am Stadtrand und ländlich geprägt, dafür aber mit einem kompletten Generationenwechsel in der Nachbarschaft, mit Glasfaser zu beglücken – sie liefen ins Leere. Wurden aktiv ausgebremst von Verwaltung und Anbietern. Mit Reden. Wie lange können sich Kommunen das noch leisten?

Mir schwebt eine Initiative vor: Zeigt den Menschen Möglichkeiten, wie sie die Leitungen selbst verlegen können. Zeigt den Leuten, wie sie selbst unkonventionell an schnelles Netz gelangen. Die Zeit ist reif, sich selbst zu helfen. Die Bauern in Senden etwa sind immer noch ein gutes Beispiel dafür, wie das gehen kann: Trecker anschmeißen, Graben ziehen und loslegen mit dem Verlegen. Am Ende ist ein Trauerspiel wie dieses hier Geschichte:

 

Da kann man draußen eher Blumen pflanzen als surfen ….

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