Messerangriff auf Frau Reker nicht zu fassen!

Heute wurde die parteilose OB-Kandidatin Henriette Reker in Köln im Wahlkampf mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Auch vier weitere Menschen aus ihrem Team sind dabei sehr verletzt worden.

Die Nachricht kam heute sehr früh über den Ticker.

Frau Reker und die Mitstreiter seien alle außer Lebensgefahr, heißt es in vielen Medienquellen. Der Attentäter, ein 44-Jähriger Mann aus Köln-Nippes, soll rechtspolitische Motive gehabt haben. Er habe Reker mit den Worten angegriffen: „Ich habe das für uns alle getan.“

Fassungslos 

Ich bin fassungslos. Ich wünsche ihr und den weiteren Betroffenen alles Gute und eine schnelle Genesung. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass dies nicht nur körperliche sondern auch seelische Narben bedeutet. Ich hoffe sehr, dass die Betroffenen das verarbeiten können.

Als jemand, der gerade selbst mit einem kleinen Wahlkampfteam den Kommunalwahlkampf hinter sich gebracht hat, kann ich sehr gut ermessen, was das heute bedeutet. Auch meine Mitstreiter von Demokratie wagen sind sehr betroffen.

Wir hatten uns selbst über dieses Thema in unserem Wahlkampf ausgetauscht und darüber gesprochen, wie man sich eigentlich schützen kann – und muss. Wir haben keine wirkliche Antwort darauf gefunden. Klar ist aber: ein öffentlicher Wahlkampf ist nicht immer nur stressfrei – es gab sie auch bei uns, diese Begegnungen und Situationen, die auch mir, die auch uns bedrohlich nahe kamen.

Mein Mitgefühl, unser Mitgefühl, gilt Frau Reker, den Betroffenen und ihrem Umfeld.

Was heißt das aber für den Einsatz von Menschen für den demokratischen Prozess in unserem Land.  Es ist nicht das erste Mal, das so etwas passiert. Es wird nicht das letzte Mal sein.

Meine Stimme abgegeben

So. Ich habe gewählt. Ganz andächtig. Es ist schon eine Errungenschaft, frei wählen zu können. Ohne Angst vor Repressalien. Mit dem Gefühl in einem freien Land zu leben.

Ich hab daher keinen Pomp mit Fotos gemacht. Das ist ein stiller, besinnlicher Moment – finde ich.

Mein Dank gilt allen Helfern, die heute in den Wahllokalen sitzen – und allen, die freie Wahlen überhaupt erstritten haben.

Das Foto zeigt einen Hinweis auf ein Wahllokal.

Gewählt!

Wählen gehen ist ein hohes Gut

Am 13. September haben die Menschen in der Stadt Gütersloh die Chance, den Bürgermeister/die Bürgermeisterin direkt zu wählen. Das Wahlrecht in einer Demokratie ist ein hohes Gut. Nutzen Sie es!

Hier mein Statement, welches ich dazu dem Stadtmagazin Carl und Gütersloh TV gegeben habe:

Doubles erheitern im Wahlkampf

Wir biegen in die Zielgerade, was den Wahlkampf angeht. Diesen Samstag kamen meine Doubles zum Einsatz anstatt teure Papierplakate. Außerdem hat es in Strömen geregnet, wir mussten leider früher abbrechen.

Das Foto zeigt eine Szene aus dem Straßenwahlkampf im Regen mit Schirmen und Menschen im Austausch miteinander.

Im Regen für Demokratie streiten – Wahlkampf

Hier eine kurze Video-Impression und wie immer mein Podcast, heute mit Begebenheiten rund um Politik selbst:

Meine Erlebnisse heute am Infostand:

Wer geht noch wählen?

Die Wahlbeteiligung bei der letzten Kommunalwahl im Mai 2014 in Gütersloh lag bei etwas mehr als 45 Prozent.

Nicht einmal jeder zweite Wahlberechtigte hat also seine Stimme abgegeben. Wahlberechtigt wären knapp 79.000 Menschen gewesen. In manchen Wahlbezirken lag die Wahlbeteiligung bei 28 Prozent. Im Wahlkampf um das Amt der Bürgermeisterin möchte ich die Menschen erreichen, die bisher nicht gewählt haben.

Bürgerbeteiligung leben

Wenn Bürger erst Plakate schreiben und öffentlich demonstrieren, ist die größte Chance auf Beteiligung bereits vergeben. Daher ist mein Ansatz: Einbinden so früh wie möglich, und zwar bereits dann, wenn es überhaupt noch etwas zu entscheiden gibt. Wichtigster Punkt dabei: ohne Informationen gibt es keine Partizipation. Daher auch hier: Aktenschränke öffnen.

Das Bild zeigt das Rathaus, im Vordergrund eine Gruppe von Demonstranten, mit Fahnen etc.