Open Data auf der Siegessäule?

Open Government und Open Data – der Kreis der Aktiven ist leider noch eher klein, die Themen nehmen aber deutlich an Fahrt auf und zeigen eine hochaktuelle Relevanz. Tapfer trifft man sich zum Austausch, um den Kulturwandel innerhalb der Verwaltung sowie auch in der Zivilgesellschaft hin zu einem offenen Verwaltungs- und Regierungshandeln zu gestalten. Gestern gab es ein Expertengespräch dazu in der Konrad Adenauer Stiftung in Berlin. Danke an das Orgateam dort, insbesondere an Dr. Pencho Kuzev für sein wunderbares Papier mit den wichtigsten Punkten zu Open Gov und Open Data. Eine Empfehlung für Einsteiger!

Mit von der Partie mit anschließendem Rundgang um die Siegessäule, weil das ein wunderbares Symbol sein könnte für den Einzug von Open Government:

Thomas Tursics, Oliver Rack und Claus Arndt:

Das Foto zeigt Open Data Aktive im Selfie.

Claus Arndt, Oliver Rack, Thomas Tursics

Das Foto zeigt die Siegessäule in Berlin.

Open Data bald auch in Gold?

Hackday Moers #ODDMO17

Update vom 4. Februar 2017:

OpenData ist unbedingt auch etwas für Kinder und Jugendliche. Schaut dazu den @derArndt im Video von #OffeneKommunenNRW ab Zeit 10:07 –

Es kommt auf Euer Engagement an. Daher: 

Es wird wieder gehackt: der nächste Hackday in Moers ist in Sicht und terminiert:

am 18. und 19. März 2017     im Rathaus Moers 

Sa.: 10 – 20 Uhr
So.: 10 – 17 Uhr

Das Foto zeigt zwei Kinder vor dem Rechner

Children – Foto: Website Hackday Moers

Hier findet sich das Programm und alle Details.

Am Vor-Abend des Hackday Moers findet zum 2. Mal der „Wirtschaftstalk“ statt. Ich habe die große Freude, diesen zu moderieren:

Smarthpones, Apps, Soziale Netzwerken und Co.: Der Umgang mit den spannenden Angeboten der digitalen Welt will gelernt sein.

Freitag, 17. März, 18 – 19.30 Uhr, Rittersaal des Moerser Schlosses

Will man sie verantwortungsbewusst und sicher einsetzen, braucht es Medienkompetenz.
In der letzten Zeit prägen Meldungen über Fake News, Hasskommentare, Sicherheitslücken und die Diskussion über ein Pflichtfach Informatik die öffentliche Debatte.
Spaltet Digitales unsere Gesellschaft in Digitale Natives und Uniformierte? Müssen Schüler*innen programmieren lernen, um den Anforderungen der Zukunft gerecht werden zu können?
Ist Schule noch der Ort, an dem diese Kompetenzen vermittelt werden? Wagen sich immer noch zu wenig Frauen und Mädchen an IT-nahe Themen heran? Können Open Data und die Aktivitäten der Community einen Beitrag zur Stärkung der Medienkompetenz leisten? All diese Fragen und mehr werden in unserem Talk zum Hackday 2017 kontrovers erörtert.“

Teilnehmende:

Kordula Attermayer, Referat Digitale Gesellschaft, Medienkompetenz, Staatskanzlei NRW
Prof. Ulrich Greveler, Hochschule Rhein-Waal
Thomas Nolte, Lehrer am Moerser Gymnasium Adolfinum und Beteiligter am Projekt Open Data und Schule
Moderation: Dr. Anke Knopp, Autorin und als Freiberuflerin unterwegs für den digitalen Wandel

Der Talk findet in Kooperation mit dem Grafschafter Museum statt.

Ich freu mich drauf – Gäste und Interessierte an allen Tagen und zu allen Programmpunkten sind herzliche willkommen.

Talk mit eGovernment Podcast

Open Data? Das is doch bestimmt gefährlich, oder?! Da kann doch jeder drauf zugreifen und Schindluder treiben, nich wahr? Ja, genau so ist es – nicht.

Die Macher vom eGovernment Podcast – Torsten Frenzel und Matthias Fein – hatten mich zum Podcasten eingeladen. Thema: Open Data.

Entstanden ist eine launig schöne Unterhaltung dazu. Gerne reinhören. 

Übrigens kann man den EGovernmentPodcast auch abonnieren.

eGovernment - soll keiner sagen, er hätte es nicht gewusst

eGovernment – soll keiner sagen, er hätte es nicht gewusst

 

Astro-Alex und Behörde – wer ist on ?

Astro-Alex erreichbar, die Behörde aber nicht?

Zivilgesellschaft formuliert Manifest für “offenes Regierungshandeln in NRW”

Digitales Leben - come in and find on

Digitales Leben – come in and find on

Was haben Digitalisierung und offenes Regierungshandeln miteinander zu tun? Bisher wenig. Ein Beispiel: Mit Astro-Alex im All kann man digital kommunizieren. Mit der eigenen  Behörde und der Politik vor Ort  aber nicht. Basis an All geht – Basis an Erde aber funktioniert nicht? Die Lebenswirklichkeit der Menschen, die zunehmen digital leben und arbeiten, prallt auf eine Welt, die im Grunde noch völlig analog funktioniert. Ein zweites Beispiel: Heute könnte jeder eine Ferienwohnung online buchen. Weltweit. Das notwendige Instrument liegt in der Hand: ein Smartphone. Das kleine Ding beherbergt ein ganzes Universum an Möglichkeiten. Nur auf dem Amt bleibt es funkstill. Wer sich etwa ummelden will, muss dafür real im Amt erscheinen. Und warten. Digitalisierung der Bürger und die Lebenswelt von Staat und Verwaltung fallen auseinander. Dabei regeln gerade Staat und Verwaltung das gesellschaftliche Zusammenleben. Die Rufe nach Beteiligung und neuen Formen der Zusammenarbeit werden daher immer lauter. Die Rufe nach offenem Regierungshandeln auch. Die Menschen wollen mitreden und gestalten.

Die Puste geht aus

Offenbar sind sie nicht mehr einverstanden mit dem, was Regierungshandeln bisher bedeutet. Diesem alten Modell geht die Puste aus. Ihm bleiben die Menschen fern, das Staatsverständnis ändert sich: Die Bürger erwarten Transparenz und Offenheit in den Entscheidungsprozessen und Möglichkeiten zur Beteiligung. Die globalen Probleme wie Flucht und Vertreibung, Klimawandel oder der demographische Wandel können Politik und Verwaltung nicht alleine lösen. Das Wissen und die Initiative der Bürger und Unternehmen müssen einbezogen werden. Ein Beweis, was eine Gesellschaft leisten kann, hat die Bewältigung der Flüchtlingskrise gezeigt. Während der Staat noch nachdachte, packten die Menschen vor Ort an, vernetzten sich digital und halfen konkret und in Echtzeit. Ein anderer Ansatz ist die Nutzung von öffentlichen Daten, Open Data genannt. Da entwickeln kreative Tüftler Anwendungen, die das Leben der Menschen ein Stück weit besser machen. “Mobile Retter” etwa ist so eine App: Helfer vor Ort sind registriert und sofort aktiv, wo jede Sekunde zählt. Oder auch Apps mit Wetterdaten vor Ort, die vor Unwettern warnen. Nicht zu vergessen die lokalen Parkplatzsucher, die das unnötige Herumkurven umweltfreundlich vermeiden helfen. Die Ideen sind unendlich und die Verwaltung selbst ist der potentielle größte Nutzer und Nutznießer von Open Data.

Mensch steht im Mittelpunkt 

Aus dem Grund ist das Manifest für offenes Regierungshandeln entstanden. Zahlreiche Akteure aus der Zivilgesellschaft haben es geschrieben und an Politik und Verwaltungen im ganzen Land gerichtet. Es fußt auf vier Prinzipien. Es tritt ein für Offenheit, Zusammenarbeit, Bürgerbeteiligung und Transparenz in Nordrhein-Westfalen. Es ist ein Aufruf. Es ist eine Anregung, diese neue Form der Offenheit und Aufgeschlossenheit zu gestalten. Bürger, Politik und Verwaltung verhandeln neu, wie sie künftig zusammen wirken wollen. Teilhabe aller ist das Ziel. Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht die Technik. Technik ist nur das Mittel zum Zweck. Das Manifest und seine Autoren plädieren für ein offenes NRW.

Open Government Pakt beschlossen 

In dieser Woche  ist ein Open Government Pakt zwischen dem Land NRW und den Kommunen geschlossen. (Mehr dazu im kommenden Blog). Die Gelegenheit ist ideal, die Ideen aus dem OpenGovernmentManifest jetzt in die Tat umzusetzen. Das Rüstzeug ist da. Es kommt darauf an, sich in Bewegung zu setzen. Offenheit ist ein verbindendes Element. Dann klappt es künftig auch mit der Kommunikation zwischen Erde und Rathaus.

Hier geht es zur Homepage OpenGovernmentManifest NRW .