Grünen-Check der Kandidaten

Da bin ich bei den Grünen ausgetreten – meine Erklärung dazu habe ich 2012 veröffentlicht – und jetzt sitze ich als unabhängige und parteilose Kandidatin auf dem Podium der Grünen. Manchmal schreibt das Leben schöne Geschichten. Was bleibt, ist mein Interesse an Kommunalpolitik und meine Kritik an der schwarz-grünen Zusammenarbeit inhaltlicher Art als auch am Politikstil der Abschottung. Diese Kritik allerdings war nicht Gegenstand des Abends.

Ein „Grün-Check“ sollte alle Kandidaten auf den Zahn fühlen, Themenblöcke wie Mobilität, Konversion, Stadtentwicklung und Kulturförderung standen auf dem Plan. In dieser Woche wollen sich die Grünen über die Aussagen der Kandidaten beraten und ihre Einschätzung abgeben, wer von den 4 Befragten der Grünste sei. Also werden sie vermutlich eine Wahlempfehlung aussprechen.

Kandidatencheck bei den Grünen auf dem Podium
Wer will was? Und ist das Grün?

Ob ich denn noch halbwegs grün sei? wurde ich gefragt. Meine Antwort: „Ob man das halbieren kann, weiß ich nicht, vielleicht bin ich grün-marmoriert.“

Leider ist es sehr schwer, selbst dazu zu bloggen, wenn man als Kandidatin auf dem Podium sitzt, da kann ich kaum alles mitschreiben. Daher seien hier nur die Schwerpunktthemen benannt, über die wir uns immerhin 2,5 Stunden ausgetauscht haben, wie oben bereits geschrieben: Mobilität, Stadtentwicklung, Konversion, Kulturförderung. Hierunter fielen natürlich zahlreiche Einzelthemen wie TWE, ÖPNV, WLAN, Breitband, Gentrifizierung. Wir Kandidaten haben die Gelegenheit genutzt, auch miteinander hart zu diskutieren. Der kritischste Punkt war der zum Thema Freifunk in Gütersloh, für das ich mich seit langem einsetze, auf dem jetzt die etablierten Parteien surfen und das der CDU-Kandidat in seiner Rolle als Mitglied des Verwaltungsvorstandes ablehnen musste.

Immerhin war das Kesselhaus in der Weberei gut gefüllt und die Hörer haben ein langes Interesse bewiesen, viele Fragen wurden gestellt. Kritisch aber auch eine Anmerkung: Die Fragen hätten gerne auch ihre jeweilige Zugehörigkeit zum Parteigeschäft in Gütersloh gleich an den Anfang stellen dürfen, damit Klarheit herrscht für die normalen Bürger, wer da spricht und fragt.

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