OpenDataDay – 21. Februar

Heute ist #OpenDataDay – sozusagen werden heute „offene Daten“ gefeiert. Bei „offenen Daten“ handelt es sich u.a. um öffentliche Behördendaten, die von der Allgemeinheit bezahlt wurden und an die Allgemeinheit zur Nutzung zurückgegeben werden. Bei „offenen Daten“ hat jedermann Zugriff, jedermann kann sie für jegliche Zwecke nutzen, weiterverarbeiten und weiterverbreiten. Es handelt sich dabei auch nicht nur um Informationen im herkömmlichen Sinn, sondern um Daten im nicht-textlichen Sinne, also „Rohdaten“ wie Wetterdaten, Haushaltsdaten oder auch Geodaten. Leider ist das Öffnen von Daten noch lange nicht flächendeckend umgesetzt. Es ist sehr schwer, die Aktenschränke der Verwaltungen hier in Richtung „offene Daten“ gläsern zu machen.

Das Foto zeigt einen Quellcode.

Dennoch: Die offene Datenbewegung ist in Deutschland sehr rege. Sogar die Bundesebene hat ein eigenes Datenportal eröffnet und stellt hier behördliche Datensätze ein – auch die Landesregierung NRW hat gerade ein offenes Datenkonzept ins Leben gerufen. Viele Städte haben schon CodierLabore eingerichtet, hier unter der Anleitung von „CodeforGermany“.

Ich frage mich, warum wir in Gütersloh nicht auch fortschrittlicher mit Daten umgehen? Warum bringt Gütersloh nicht auch kommunale Daten in die Öffentlichkeit, die durch Softwareentwickler, sogenannte Stadtcodierer zu etwas Neuem verarbeitet werden können. Das Kita-Portal „Little-Bird“ ist eben aus solch einer Bewegung entstanden.  Auf dem ChaosComputerClub Jahrestreffen in Hamburg habe ich viele solcher örtlichen „CodierLabs“ erleben können. Viele junge Leute begeistern sich für Codes und tüfteln an Anwendungen fürs Gemeinwohl.

Ich möchte diese junge Szene aus Entwicklern und Programmierern auch in Gütersloh gewinnen und für ihr Gütersloh begeistern. Ich möchte ihnen die Möglichkeit schaffen, einen Zugang zu offenen Daten zu bekommen. Ein „Code for Gütersloh“ könnte sogar mit den Schulen gemeinsam organisiert werden. Das hätte zudem den positiven Nebeneffekt, dass auch das Rathaus durch diese Impulse Kompetenz aufbauen könnte – und langfristig Nachwuchskräfte an sich bindet. Ein Blick in den Personalbericht der Stadtverwaltung zeigt nämlich: die Belegschaft altert auch hier, kompetenter Nachwuchs wird sehr bald sehr gesucht sein.

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