Breitband muss Thema bleiben

Das Bürgerforum Breitband fand gestern in der Stadthalle Gütersloh statt. Rund 60 Teilnehmer waren der öffentlichen Einladung gefolgt und informierten sich über den Stand des Ausbaus in Gütersloh.

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Zahlreiche Anbieter von Telekommunikation waren anwesend, die in GT Wettbewerber sind und privatwirtschaftliche Netze betreiben. Allen voran die Telekom und die UnityMedia. Auch Lobbyisten für Glasfaser waren präsent (ZVEI). Aber auch die Bitel war vertreten – was mich freut, denn das ist ein regionaler Anbieter. Das Breitband Portal  wurde auch präsentiert – es zeigt die Versorgung mit „Internet-Größen“. Demnach müssten viele Gütersloher mindestens 50 mbits beziehen können. Ankommen oftmals aber nicht mal 6 mbits. Wo ist der Haken?

Eröffnet und moderiert hat Susanne Zimmermann, Leitung der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt. Nach technischen Einführungen gab es eine Diskussionsrunde. Und viele Beiträge der Vertreter der Telekom. Spannend waren zwei Punkte: wie sichert die Telekom als der Ausbauer des Netzes einen diskriminierungsfreien Zugang auch für andere Anbieter an, also etwa für den regionalen Anbieter? Und wird die Stadt künftig aktiv und verlegt selbst Leerrohre bei jeder künftigen Baustelle oder nicht? Hierzu steht ein Konzept noch aus. Die Stadt beruft sich bisher auf ihre Koordinationsrolle.

Unser Antrag zur Mitverlegung von Leerrohren von „Demokratie wagen“ liegt seit einem Jahr dazu in der Schublade der Verwaltung. Langsam muss man sich auf den Weg machen und politisch diskutieren, wohin es mit dem Breitband gehen soll. Fakt ist: Es mag Gütersloh zur Zeit „gut ergehen“ mit der Versorgung (das ist die Meinung vom Breitbandbüro des Bundes und dessen aus NRW – dies aber nur im Vergleich mit Kommunen, die noch schlechter da stehen als Gütersloh).

Der Hunger nach Breitband aber wächst exponentiell. Darauf muss man sich vorbereiten und Möglichkeiten zum flächendeckenden Ausbau planen.  Ich werde da am Ball bleiben und bei Verwaltung und Politik immer wieder nachfragen.

 

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  1. Zum Schluss viel Lobhudelei: Gütersloh sei mit ihrer Koordinierungsstelle Breitband quasi die „Pilotstadt“ in Deutschland. Und rein formal betrachtet erreicht Gütersloh das gesteckte Ziel mit >50Mbit/sec Bandbreite für alle Haushalte sogar vor dem Termin, wobei eigendlich jeder weiß, dass das nicht so ist. Aber eine Koordinierungsstelle ist noch kein Konzept für die Zeit nach 2015, wenn die Telekom ihren Ausbau für Vectoring abgeschlossen hat, der noch ettliche Lücken in der Fläche lässt und der auch keine weitere Planung für die Zukunftstechnik „Fibre to the Building“ (FTTB) beinhaltet.

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