Wenn der Hundescheiß ´ne Tüte braucht…

… und man nicht weiß, wo die Beutel zu finden sind – dann kann man das in Wien den Wien-Chatbot via Smartphone fragen. Und er antwortet. Mit einem konkreten Hinweis, einer Quelle hin zu einer Straßenkarte und mit weiteren Hinweisen. Umwerfende Zugabe: der Wiener Schmäh, Informationen mit Lokalcollorit und einem Schuss Augenzwinkern. Nicht nur die Wiener lieben ihren Bot – auch die interessierte Öffentlichkeit schaut genau hin, was da in Smart City Wien wieder Wunderbares entstanden ist.

Wer die Stadt Wien etwas fragen möchte – kann das mittels Bot erledigen. Wo kann ich parken und was kostet das? Oder auch einfach nur nach den Öffnungszeiten im Rathaus fragen: Der WienBot gibt Auskunft – noch ist es eine Testphase, aber der neue Kollege lernt schnell. Mehr als 200 Anwendungen hat er korrekt drauf. Es kommen stetig mehr dazu.

Der Chatbot ist ein Facebook Messenger. Er funktioniert, weil er viele komplexe Sachverhalte aus den Fachverfahren, dem Amtsdeutsch übersetzt in einfache und für die Öffentlichkeit gut verständliche Sätze und Informationen.

Enstanden ist er, weil es zwei Enthusiasten gab, die den Bot mit einem Team entwickelt haben: Michael Rederer und Sindre Wimberger. Die Verwaltung in Wien hat sich einfach auf den Weg gemacht und ausprobiert – ein sicherer Weg zum Erfolg in der neuen Form des Arbeitens im digitalen Zeitalter.

Hier ein Screenshot der Kommunikation. Aber das eigene Ausprobieren ist noch viel interessanter. Einfach den WienBot im Messenger suchen und loslegen.

er weiß (fast) alles

Man kann dem Wienbot auch auf Twitter folgen @wienbot . „Hallo, ich bin der WienBot! Ich bin stets zu Diensten mit Infos rund um die Stadt Wien.“

Und hier noch eine kleine Kostprobe der beiden Tüftler Rederer und Wimberger auf dem Kongress Open Government Tag München 2017. Sie stellen den WienBot vor:


Es lohnt sich also immer, der Blick nach Wien. Nicht nur virtuell, sondern auch ganz real – vor Ort:

Das Foto zeigt das Kennzeichen von Wien.

Wien – antwortet digital

Talk mit eGovernment Podcast

Open Data? Das is doch bestimmt gefährlich, oder?! Da kann doch jeder drauf zugreifen und Schindluder treiben, nich wahr? Ja, genau so ist es – nicht.

Die Macher vom eGovernment Podcast – Torsten Frenzel und Matthias Fein – hatten mich zum Podcasten eingeladen. Thema: Open Data.

Entstanden ist eine launig schöne Unterhaltung dazu. Gerne reinhören. 

Übrigens kann man den EGovernmentPodcast auch abonnieren.

eGovernment - soll keiner sagen, er hätte es nicht gewusst

eGovernment – soll keiner sagen, er hätte es nicht gewusst

 

Bürgerportal ist online

Das Bürgerportal in Gütersloh ist online. Gütersloh ist eine Modellkommune des Bundesministeriums des Innern. Ziel ist es, das sogenannte E-Government voranzubringen. Das heißt etwa: Bürger können künftig Dienstleistungen der Verwaltung im Internet abrufen. Der persönliche Gang ins Rathaus entfällt. Wunderbar, dass Gütersloh jetzt ein solches Portal hat. Glückwunsch!

Gütersloh ist aber auch Modellkommune – Fehler oder Versäumnisse, die in Gütersloh ihren Ursprung haben, wirken sich aus.

Daher zwei Dinge kritisch betrachtet:

  1. Das Bürgerportal ist ein „Produkt“ der IT-Regio. Das Portal ist also ein Geschäftsmodell, mit dem langfristig Geld verdient werden wird!
  2. Um Leistungen abzurufen, die ansonsten eine persönliche Unterschrift verlangen, braucht man im Bürgerportal die Erkennung durch den elektronischen Personalausweis. Um den zu aktivieren, braucht man ein Lesegerät. Das muss der Bürger selbst kaufen, es kann zwischen 60 und 100 Euro kosten, je nach Qualität. Damit werden wenige Bürger diese Dienste nutzen!

Mehr und detaillierter schreibe ich dazu auf meinem „Langen Blog“  „Blickpunkt aus Gütersloh„.