Danke!!!!!

Das Foto zeigt die Wahlergebnisse.

Wahlergebnis in Gütersloh

Ein ganz herzlichstes Danke: an alle Wählerinnen und Wähler. 9,35 Prozent insgesamt konnte ich am Ende erringen, das sind 2.901 Stimmen insgesamt. In den einzelnen Stimmebezirken konnte ich teilweise bis 14 Prozent erzielen. Das ist für mich ein ganz tolles Ergebnis. Ich danke allen, die damit auch meine Inhalte gewählt haben. Die digitale Entwicklung hätte insgesamt 100 Prozent verdient. Wir in Gütersloh hecheln den Möglichkeiten dieser Entwicklung hinterher. Hoffentlich hinterlasse ich die digitale DNA und den Anspruch, die Menschen auch zwischen den Wahlen wirklich zu beteiligen.

Sehr nachdenklich macht mich die Wahlbeteiligung von 39,32 Prozent. Das ist eine herbe Niederlage für die Demokratie. Dazu blogge ich aber noch getrennt.

Den Gegenkandidaten gratuliere ich zu ihren Ergebnissen.

In die Stichwahl kommen jetzt CDU und SPD. Möge Gütersloh sich für ein gute Zukunft entscheiden. Die Stichwahl findet statt am 27. September 2015.

Eine Frage der Haltung

Meine Antwort auf den Bericht und insbesondere den Kommentar der NW heute „Wahlkampf – Kandidaten präsentieren sich der Wirtschaft“:

Ja, die Podiumsdiskussion bei der IHK und dem Unternehmerverband habe ich abgesagt. Aus gutem Grund: Meine Unabhängigkeit ist mir wichtig. Eine Vermischung zwischen Beruf und Privat möchte ich nicht. Der Kommentator der NW legt mir das als übertrieben und überempfindlich aus. Ich finde es vielmehr bedenklich, dass sich unsere Gesellschaft offenbar schon so an die Vermischung von verschiedenen Rollen gewöhnt hat, dass der Wunsch danach, aufrecht zu bleiben als Schwäche ausgelegt wird. Im umgekehrten Falle wäre es sicher auch die gleiche Zeitung gewesen, die mir diese Nähe hätte vorwerfen können. Jeder abhängig Beschäftigte aber versteht meine Position. Was man mir vorwerfen könnte wäre: ich habe sehr spät abgesagt. Das stimmt. Ich hatte gehofft, weitere Mitstreiter für mehr Transparenz und Unabhängigkeit im Wahlkamp gewinnen zu können. Vergebliches Hoffen.

Viel spannender ist jedoch, dass die IHK und der Unternehmerverband keinen neutralen Ort finden konnten. Auf meine Bitte einer möglichen Verlegung hat man es nicht einmal für angebracht erachtet, überhaupt mit mir in Kontakt zu treten. Verbände sollten allerdings nach meinem Verständnis genau das leisten können: die Fähigkeit miteinander ins Gespräch zu kommen. Zudem beschränkt sich meine Erreichbarkeit nicht allein aufs Telefon. Im digitalen Zeitalter gibt es unzählige Kanäle, miteinander in den Austausch zu treten. Funkstille allerdings gehört für mein Verständnis nicht dazu.


Die Leidtragenden sind am Ende die Mitglieder der Verbände. So hatten sie leider keine Möglichkeit, sich von mir ein Bild zu machen. Und ich hatte nicht die Möglichkeit, meine durchaus digitalen Strategien und Standpunkte darzulegen, die für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes sicher von Belang wären. Das führt mich zu der Frage, ob sich Mitglieder von Verbänden künftig überhaupt noch durch Funktionäre vertreten lassen möchten oder nicht lieber selbst aktiv werden wollen. Mittelfristig wird sich nämlich auch die Frage der Kommunikation neu stellen, denn digitales Arbeiten wirkt genau diesen alten Strukturen entgegen: zum Wohle neuer Formen des direkten Netzwerkens und der Wertschöpfung quer durch viele Bereiche. Das allerdings ist keine Schwäche, sondern wird künftig eine große Stärke werden, die getragen wird durch Transparenz und Kommunikationsfähigkeit über Ebenen hinweg, wobei jedem klar ist, in welcher Rolle man gerade unterwegs ist. Dazu braucht es Haltung.

Asyl und Kinder – Chancen früh ermöglichen

Der Arbeitskreis Asyl hatte einen umfangreichen Fragekatalog zum Thema „Asyl“ geschickt. Hier mein wichtigstes Anliegen: Kindern und Jugendlichen so früh wie möglich alle Chancen zu ermöglichen.

Das Foto zeigt Luftballons, die in den Himmel aufstreben.

Chancen für Flüchtlingskinder durch frühe Integration

Kinder und Jugendliche besonders im Blick

Mir ist insbesondere der Punkt wichtig, wie sich die Situation der Flüchtlingskinder und -jugendlichen gestalten lässt, so dass die Chancen auf eine schnelle Integration sofort genutzt werden können. Dazu braucht es zunächst Datenmaterial – und die Sensibilität des Fachbereiches und der Politik. Bisher ist dazu nichts erkennbar.

Hier nun die konkrete Frage des AK Asyl:

Frage 8: Mit Blick auf Flüchtlingskinder und -jugendliche:
Was muss Ihrer Meinung nach ein Konzept für Kinder und Jugendliche enthalten, damit sie von Anfang an in Gütersloh gute Startbedingungen haben? Welche Auswirkungen müsste Ihrer Meinung nach das Konzept auf Kindergärten und Schulen haben?

Ein Konzept für Kinder und Jugendliche muss in erster Linie von allen Beteiligten entwickelt und getragen werden, die mit der Materie vertraut sind. Es kann nicht „von oben herab“ oder vom „grünen Tisch“ aus verordnet werden. Also müssen auch Kindergärten und Schulen mit am Tisch sitzen.

Im Zentrum müssen die Kinder stehen: Was brauchen sie am dringendsten und wie kann man das gewährleisten. Sind hier besondere Bedarfe zu berücksichtigen, etwa für traumatisierte Kinder. Wie kann man die Eltern der Kinder mit einbeziehen, so dass gleichzeitig auch Sozialkontakte entstehen können, die auf eine langfristige Integration hinführen?

Was zu vermeiden ist: die Kinder zentral unterzubringen und einer Schule oder einem Kindergarten die gesamte Aufgabe stellen, weil diese angeblich besonders geeignet sei. Das bezweifele ich.

Auch die Sozialraumgemeinschaften müssten mit ins Boot. Quartiersscharf könnten dann so konkrete Angebote geschaffen werden, die auch die Freizeit und den Alltag der Kinder im Blick haben.

Insgesamt sehe ich diesen Punkt als einen der dringendsten an, den es in der Stadt Gütersloh in den Blick zu nehmen und zu lösen gilt. Kinder und Jugendliche bedeuten Zukunft. Und wir sind aufgerufen, ihnen überhaupt eine solche Zukunft zu ermöglichen.

Die insgesamt neun Fragen und meine Antworten vom 6.8.2015 habe ich auf meinem Kommunalblog „Blickpunkt aus Gütersloh“ in voller Länge gepostet.

Wahlbeteiligung – Wählen Sie !!!

Heute hat das Stadtmagazin Carl und Gütersloh TV gefragt, was ich als Kandidatin zur Wahlbeteiligung sage. Ein kurzes Video dazu wird folgen. Ich wünsche mir sehr, dass die Gütersloher Bevölkerung auch zur Wahl geht. Immerhin ist diesmal die Auswahl an Kandidaten sehr gut. Wir sollten unsere Demokratie ernst nehmen und wählen gehen.

Das Foto zeigt das Team von Gütersloh TV und Carl beim Videodrehen.

Aufruf zur Wahlbeteiligung